Spätlese - Gottesdienst am Abend

Der etwas andere Gottesdienst zu einer etwas anderen Uhrzeit. Mit einem interessanten Referenten und Themen, die uns der Alltag und das Leben stellen.

Am Puls der Zeit, immer wieder anders.

Die Spätlese beginnt immer um 17.30 Uhr im Jakobus-Haus,
Seitenstraße 36 in Schwaikheim

Das Spätleseteam freut sich nicht nur über viele Gottesdienstbesucher, sondern auch über
‚helfende Hände‘.
Sprechen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine Mail
spaetlese(at)ev-kirche-schwaikheim.de

Rückblick Spätlese am 19.05.2019 - Die Alten werden Träume haben... - Ein Abend voller Anstöße und Ideen für das Leben -

...In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden prophetisch reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure Alten werden Träume haben...“, so lautet die Bibelstelle in der 2. Apostelgeschichte, die Joachim von Lübtow in seiner Schwerpunktpredigt an der Spätlese am 19.05. in den Mittelpunkt stellt.

Als wir das Thema ausgesucht hatten, wusste ich selbst nicht genau, welches Thema uns erwartet bzw. in welche Richtung denn der Abend sich wenden würde. Fast ein wenig gefremdelt hatte ich mit dem Thema. Aber ich wurde eines besseren belehrt.

Herr von Lübtow zeigt in seiner Predigt sehr unterhaltsam und doch bestimmt, dass man in jedem Alter Träume und Visionen haben kann, sogar haben soll. Wer verlernt hat zu träumen, kann nichts mehr verändern, so eine Kernaussage zu Beginn der Predigt. Wer ein Leben lang unzufrieden in der Arbeit war, wird schwerlich auch im Rentenalter zu Glück und Zufriedenheit finden. Der Begriff „lebensnotwendig“ erhält durch Joachim von Lübtow eine ganz neue Bedeutung: „Die Not Deines Lebens wird gewendet – wenn Du Hoffnung hast.“

Egal in welchem Alter man sich befindet, man soll nie aufhören, Pläne zu schmieden oder es zu wagen zu träumen. Ausgesprochene Träume, kleine „versuchte“ Lebensschritte gegen die Eintönigkeit und den „Horror“ des Alltags. Das betrifft nicht nur „Alte“, sondern Menschen in jeder Altersstufe oder Lebenslage. Sonst bleiben die Leere oder die Sinnlosigkeit des Lebens übrig.

Träume überwinden Grenzen und Mitträumer machen den Weg leichter. Haben Sie nicht schon gemeinsam mit Freunden oder Ihrem Ehepartner/Ihrer Ehepartnerin laut über Lebensträume philosophiert? Wie schön solche Träumereien sein können und wie wertvoll diese gemeinsamen Stunden sind, kann jeder nachvollziehen. Und vielleicht ergibt sich, durch dieses Aussprechen doch eine Möglichkeit, diesen Traum wahr zu machen – zumindest stückchenweise! Verpassen Sie also nicht, von Ihren Träumen zu sprechen.

Wichtig ist auch, dass wir die Verbindung zwischen den Generationen und Altersstufen immer wieder üben und nicht abbrechen lassen. Gerade im Alter geht es eher um die Erinnerungen an früher sozusagen durch das „Fenster in die Vergangenheit“. „Weißt Du noch? Ach war das damals schön.“ - Ich glaube, Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit, kennt fast jeder. Spannender, so von Lübtow, ist es aber, das „Fenster der Vision“ aufzustoßen und zu überlegen, wie unsere Zukunft aussehen kann. Es gibt auf dieser Welt nicht nur die jungen Greta's (Greta Thunberg, 16, schwedische Umweltaktivistin), es gibt auch Greta's in den 50ern oder Ältere, die sich Gedanken über die Zukunft machen und Ideen entwickeln, wie unsere Welt auch in Zukunft lebenswert ist.

Wie in der Apostelgeschichte geschrieben, benötigen wir für Träume, die Kraft des Geistes. Jesus geht es darum, dass das Leben in seiner ganzen Tiefe möglich ist.

Joachim von Lübtow beendet seine Predigt mit einem kleinen Appell: Lebt das Leben mit allen Euch gegebenen Möglichkeiten, frei nach dem Motto: Du kannst Deinem Leben nicht mehr Tage geben, aber Deinen Tagen mehr Leben!


 

Unsere nächste Spätlese findet am 13.10.2019 mit dem Thema "Rotlichtmilieu - Was geht mich das an?" und der Vikarin Silvia Nölke statt.